Gedanken zum 4. Fastensonntag


Jesus tritt dem vehement entgegen.

Allerdings kann und möge natürlich eine solche Situation, wie wir sie gerade erleben, in uns eine Wende bewirken – im Verhalten unseren Mitmenschen gegenüber, in unserem persönlichen Leben, in unserer Glaubensbeziehung.

Hell wird unser Leben allemal, wenn wir erkennen, dass wir Sünder sind und uns nicht für nur gut halten (Joh 9, 41), sondern unser Leben stets an der unendlichen Liebe des Herrn auszurichten haben. So will uns auch dieses Evangelium wieder (gerade in dieser Zeit) die Augen öffnen:

  • für die Menschen, die jetzt vielfach noch einsamer und voller Angst sind,
  • für die Vorgaben von Bundesregierung und Bistum, die wir wirklich ernsthaft einhalten wollen,
  • für neue, einfallsreiche Möglichkeiten, mit den Mitmenschen in Kontakt zu bleiben,
  • vor allem für die Beziehung zum Herrn, der uns in diesen Tagen besonders nahe ist!

Auch wenn Sie an diesem Sonntag physisch nicht mit Ihrer  Gemeinde Gottesdienst  feiern, (vielleicht feiern Sie über Internet,  livestream oder Fernsehen einen Gottesdienst mit), so feiern wir doch immer für alle Menschen auf der ganzen Welt! So dürfen wir alle Anliegen – Freud, Sorgen und Leid – mit hinein genommen wissen in unserer Liturgie.

Viel Freude; Zuversicht und Kraft für die kommende Zeit!

Günter Wessendorf, Pastor

Evangelium (Joh 9, 1.6-9.13-17.34-38)

In jener Zeit
1sah Jesus einen Mann, der seit seiner Geburt blind war.
6Jesus spuckte auf die Erde; dann machte er mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen
7und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schiloach! Schiloach heißt übersetzt: Der Gesandte. Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen.
8Die Nachbarn und andere, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sagten: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte?
9Einige sagten: Er ist es. Andere meinten: Nein, er sieht ihm nur ähnlich. Er selbst aber sagte: Ich bin es.
13Da brachten sie den Mann, der blind gewesen war, zu den Pharisäern.
14Es war aber Sabbat an dem Tag, als Jesus den Teig gemacht und ihm die Augen geöffnet hatte.
15Auch die Pharisäer fragten ihn, wie er sehend geworden sei. Der Mann antwortete ihnen: Er legte mir einen Teig auf die Augen; dann wusch ich mich, und jetzt kann ich sehen.
16Einige der Pharisäer meinten: Dieser Mensch kann nicht von Gott sein, weil er den Sabbat nicht hält. Andere aber sagten: Wie kann ein Sünder solche Zeichen tun? So entstand eine Spaltung unter ihnen.
17Da fragten sie den Blinden noch einmal: Was sagst du selbst über ihn? Er hat doch deine Augen geöffnet. Der Mann antwortete: Er ist ein Prophet.
34Sie entgegneten ihm: Du bist ganz und gar in Sünden geboren, und du willst uns belehren? Und sie stießen ihn hinaus.
35Jesus hörte, dass sie ihn hinausgestoßen hatten, und als er ihn traf, sagte er zu ihm: Glaubst du an den Menschensohn?
36Der Mann antwortete: Wer ist das, Herr? Sag es mir, damit ich an ihn glaube.
37Jesus sagte zu ihm: Du siehst ihn vor dir; er, der mit dir redet, ist es.
38Er aber sagte: Ich glaube, Herr! Und er warf sich vor ihm nieder.