Impuls zum 07. Januar


Und wenn ich ehrlich bin, braucht es gar nicht den Jahreswechsel. Eigentlich kann ich jeden Tag neu beginnen. Immer. Was ein Glück. Ehrlich. Was ein Glück hab‘ ich. Ich darf jeden Tag neu beginnen. Ich habe tausende von Möglichkeiten. Nutze sie bestimmt nicht alle, aber ich habe sie. Manche Menschen haben das nicht. Haben nicht das Glück ständig neuanzufangen, sich ständig neu zu erfinden oder sich in vielerlei Hinsichten auszuprobieren. Manche Menschen haben nicht das Glück wie ich. Denn es gibt Teile dieser Welt, wo die Sonne nicht mehr scheint. Die Sonne im Herzen. Wo jede Kraft fehlt für einen Neuanfang. Da bringt ein Jahreswechsel keine Hoffnung mit, sondern nur noch mehr Sorgen. Angst begleitet dich statt Zuversicht. Das ist kein Glück. Das ist grausam, schlimm und beinah nicht auszuhalten. Da draußen gibt es Menschen, die dürfen einfach nicht neu beginnen. Oder können es nicht. Weil sie zu wenig haben. Und das kann ich nicht schönreden. Aber ich kann handeln. Kann meine Worte in Taten umsetzen. Hoffnung spenden und Angst versuchen den Weg zu versperren. Ich kann Neuanfänge schenken. Jedem Menschen, jedem Kind. Und das machen in dieser Zeit auch über Tausende von Kindern. Über 60 davon in unseren Gemeinden. Kleine und große KönigInnen ziehen durch die Straßen. Durch Nässe und Kälte für Neuanfänge.  Kommt, Leiht ihnen euer Ohr, denn das sind Casper, Balthasar und Melchior. Hört sie an, empfangt den Segen und spendet Geld. Bitte helft mit und rettet ein kleines bisschen die Welt.

Denn jedes Kind hat das Recht darauf morgens aufzuwachen und den Tag neu zu beginnen. Sich auszuprobieren, Fehler zu machen, gut zu essen und ein Zuhause zu haben. Jedes Kind, jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben den Tag mit Zuversicht zu beginnen. Die Chance auf einen Neuanfang gebührt jeden. Lasst uns dieses Jahr beginnen in der Gewissheit, dass wir neu anfangen dürfen. Wir haben das Glück, die Möglichkeiten. Andere nicht. Denen wollen wir Stück für Stück Neuanfänge schenken.