Impuls zum Dienstag der 4. Fastenwoche - 24.02.2020

Liebe Schwestern und Brüder,

am vergangenen Tag war der Welttag des Wassers, der seit 2003 von der UNO angeregt und organisiert wird.

Er soll uns darauf hinweisen, wie kostbar Wasser für uns Menschen und für die ganze Welt ist.

Als im vergangenen Sommer immer mehr Warnungen kamen, dass wir Wasser sparen sollen und nicht unnötig reines Wasser vergeuden, ist so manchem von uns bewusst geworden, dass auch wir nicht immer genug von allem haben werden. Vorher war das doch eher eine Sorge der Armen, plötzlich eine Sorge bis in das eigene Haus hinein.

Wasser ist aber nicht nur etwas, das nötig ist, damit wir und unsere Welt funktionieren können.

Wasser ist auch etwas Gemeinschaftsstiftendes. Schauen wir auf die Taufe. Sie geschieht durch Wasser und Heiligen Geist und Gebet.

So werden wir Teil des Volkes Gottes und wir werden rein vor Gott.

Mit Wasser können wir leben und bekommen Leben geschenkt.

Lesung aus dem Buch Ezechiel                                                             Ez 47, 1-9.12

1Der Mann, der mich begleitete, führte mich zum Eingang des Tempels zurück, und ich sah, wie unter der Tempelschwelle Wasser hervorströmte und nach Osten floss; denn die vordere Seite des Tempels schaute nach Osten. Das Wasser floss unterhalb der rechten Seite des Tempels herab, südlich vom Altar.

2Dann führte er mich durch das Nordtor hinaus und ließ mich außen herum zum äußeren Osttor gehen. Und ich sah das Wasser an der Südseite hervorrieseln.

3Der Mann ging nach Osten hinaus, mit der Messschnur in der Hand, maß tausend Ellen ab und ließ mich durch das Wasser gehen; das Wasser reichte mir bis an die Knöchel.

4Dann maß er wieder tausend Ellen ab und ließ mich durch das Wasser gehen; das Wasser reichte mir bis zu den Knien. Darauf maß er wieder tausend Ellen ab und ließ mich hindurchgehen; das Wasser ging mir bis an die Hüften.

5Und er maß noch einmal tausend Ellen ab. Da war es ein Fluss, den ich nicht mehr durchschreiten konnte; denn das Wasser war tief, ein Wasser, durch das man schwimmen musste, ein Fluss, den man nicht mehr durchschreiten konnte.

6Dann fragte er mich: Hast du es gesehen, Menschensohn? Darauf führte er mich zurück, am Ufer des Flusses entlang.

7Als ich zurückging, sah ich an beiden Ufern des Flusses sehr viele Bäume.

8Er sagte zu mir: Dieses Wasser fließt in den östlichen Bezirk, es strömt in die Araba hinab und läuft in das Meer, in das Meer mit dem salzigen Wasser. So wird das salzige Wasser gesund.

9Wohin der Fluss gelangt, da werden alle Lebewesen, alles, was sich regt, leben können, und sehr viele Fische wird es geben. Weil dieses Wasser dort hinkommt, werden die Fluten gesund; wohin der Fluss kommt, dort bleibt alles am Leben.

12An beiden Ufern des Flusses wachsen alle Arten von Obstbäumen. Ihr Laub wird nicht welken, und sie werden nie ohne Frucht sein. Jeden Monat tragen sie frische Früchte; denn das Wasser des Flusses kommt aus dem Heiligtum. Die Früchte werden als Speise und die Blätter als Heilmittel dienen.

Wort des lebendigen Gottes.

Zu Jesus Christus, der uns Wasser des Lebens spendet, wollen wir rufen:

Schenke den Taufbewerbern unvergängliches Leben durch das Bad der Wiedergeburt. (Stille) Christus, höre uns.             A.: Christus, erhöre uns.

Hilf uns in dieser Fastenzeit zu erkennen, was wirklich nötig ist um zu leben. (Stille) Christus, höre uns.                A.: Christus, erhöre uns.

Sei bei allen die dafür sorgen, dass öffentliches Leben funktioniert und wir alle versorgt werden. (Stille) Christus, höre uns.             A.: Christus, erhöre uns.

Lenke die Herzen derer, die noch nicht an dich glauben, zur Erkenntnis deiner Liebe. (Stille) Christus, höre uns.             A.: Christus, erhöre uns.

Stille den inneren Durst jener, die nach dir verlangen. (Stille) Christus, höre uns.

A.: Christus, erhöre uns.

Führe unsere Verstorbenen in das Land der Verheißung und des Friedens. (Stille) Christus, höre uns.                A.: Christus, erhöre uns.

In unserem Vater unser kommt das Wasser nicht wörtlich vor und doch ist es genauso nötig wie das tägliche Brot und alles andere was lebenswichtig und notwendig ist. Deshalb können wir beten:

Vater unser…

Gott, du bist ein Freund des Lebens und willst, dass wir das Leben in Fülle haben.

Mach uns zu Zeugen dieser belebenden Botschaft:

Dass wir Vertrauen säen, wo Ängste sind;

Dass wir Mut machen, wo Verzagtheit ist;

Dass wir Kraft schenken, wo Schwachheit lähmt.

Lass uns Diener der Hoffnung und Freunde des Lebens sein.

Amen.