Impuls zum Freitag der 32. Woche im Jahreskreis - 13.11.2020


Bild von Elisabeth Leunert auf

Nicht nur in Redewendungen begegnet uns das Kreuz, sondern auch an vielen anderen Stellen. Die Erstkommunionkinder haben als erstes alle Kreuze in der Kirche entdeckt. Im Anschluss haben wir gemeinsam überlegt, wo man noch Kreuze finden kann: In Häusern und Wohnungen, in und an Gebäuden, wie Schulen und Krankenhäuser, am Rosenkranz, an der Halskette als Anhänger, auf Kerzen uvm.

Das Zeichen des Kreuzes können wir auch selber mit unserem Körper machen: es beschreibt zwei Richtungen, von oben nach unten und von links nach rechts. Wir können sagen, wir schlagen eine Brücke von oben, von Gott, nach unten zu den Menschen. Mit dem Kreuzzeichen verbinden wir uns mit Gott und Gott sich mit uns Menschen. Und wir schlagen eine Brücke von links nach rechts, von dem Menschen links neben mir zu dem Menschen rechts neben mir. Also verbinden wir uns mit dem Kreuzzeichen auch untereinander und versammeln und zu einer Gemeinschaft vor Gott.

Zu dem Kreuzzeichen sprechen wir auch einen Text, es bleibt nicht nur bei der Bewegung: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Vater – Gott, unser Vater im Himmel. Er hat alles geschaffen und ist von Anfang an da.

Sohn – Jesus Christus, Gottes Sohn, der vor 2000 Jahren gelebt hat, um uns Menschen zu seinem und unserem Vater zu führen.

Heiliger Geist – Jesus hat uns jemanden auf der Erde gelassen, der uns (und damals die Jünger) zusammenführt in seinem Namen. Wir können ihn nicht sehen, doch er ist da. Er ist die Liebe, die uns heute zusammenführt.

Es braucht keine Vorbereitung und kein Material, um das Kreuzzeichen zu machen. Es ist zu jeder Zeit und an jedem Ort möglich. Wir brauchen vielleicht (wieder) ein Bewusstsein dafür. Lasst uns neue Rituale, Orte und Gegebenheiten suchen und finden, in denen wir das kürzeste Gebet, das es gibt gemeinsam beten – das Kreuzzeichen!

Sarah Bentlage

aus: Beate Jammer (Hrsg.): Geh mit uns auf unserm Weg. Erstkommunionvorbereitung in Gottesdiensten.