Impuls zum Freitag der 34. Woche im Jahreskreis


Ja, ich bin bereits vierfache Tante und ab voraussichtlich Januar sogar fünffache. Ich liebe es Tante zu sein. Wirklich. Ich liebe es, Zeit mit meinen Würmern (sie lieben es wenn ich sie so nenne) zu verbringen. Sie zu drücken, zu knutschen und mit ihnen zu kuscheln. Ich liebe es ihnen beim Wachsen zuzusehen, liebe es mit ihnen Blödsinn zu machen und vor allem liebe ich, dass sie mich lieben. Denn das weiß ich sicher. Die vier sind froh, dass es mich gibt. Und das Schöne ist, sie zeigen das gerne. Ohne dass sie irgendwas in Frage stellen. Ohne dass sie mich in Frage stellen. Ich bin ihre Tante, das reicht. Den vieren ist es sowas von egal, dass ich nicht perfekt bin. Es interessiert sie nicht, dass ich auch Fehler machen kann oder nicht immer alles rund läuft. Sie lieben mich trotzdem. Oder genau deshalb. Und ich liebe sie. Unendlich und bedingungslos. Seitdem ich Tante bin kann ich dieses „bedingungslose“ besser verstehen. Dieses Gefühl, dass egal was kommt, welche Entscheidungen die vier irgendwann mal treffen, ich immer hinter ihnen stehen werde. Egal wie oder wohin oder wozu es sie treibt – ich weiß, die vier sind gute Menschen. Kleine Menschen, die diese Welt besser und bunter machen können und es jetzt schon tun. Ja ich weiß sicher, ich werde immer hinter ihnen stehen und in den richtigen Momenten werde ich mich vor sie stellen. Weil ich sie liebe. Und weil sie nur das Beste verdienen.

Ich wünsche meinen Würmern, dass sie bald wieder eine turbulente und lebensfrohe Welt entdecken können. Ich wünsche Ihnen, dass ihnen nicht noch mehr von ihrer Kindergartenzeit verloren geht. Ein Leben mit mehr Höhen als Tiefen, mit mehr Liebe als Hass und mit mehr Umarmungen als Corona – das wünsche ich den vieren – das wünsche ich uns allen. Mögen wir in der anstehenden Adventszeit unseren Blick auf das richten, was wirklich zählt. Lieben und geliebt zu werden. Familie und Zusammenhalt. Das wünsche ich Ihnen. Vom Herzen. Möge uns immer mehr bewegen, als dass uns was zum Stehen bringt. Mich bewegen meine Nichten und Neffen. Was bewegt Sie?

Jana Maurach