Impuls zum Freitag der 4. Woche im Osterkreis - 30.04.2021


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Ich denke, jede und jeder von uns hat schon Erfahrungen mit Knoten gemacht: Ein Knoten im Hals kann uns die Luft rauben und wir können kaum sprechen. Knoten im Herzen rauben uns Liebe und das Gefühl, geliebt zu werden. Ein Knoten im Kopf kann dazu führen, dass ich nicht klar denke. Ja, Knoten halten nicht immer alles zusammen, manchmal trennen sie auch etwas oder schnüren es ab. Und um diese Knoten in uns zu lösen, braucht es Zeit, Kraft und langen Atem. Wir müssen uns von Knoten und Verstrickungen befreien, mit denen andere uns verschnürt haben.

Manchmal brauche ich jemand, der mir hilft meine Knoten zu lösen, weil ich alleine nicht damit klar komme. Ebenso wie mein Neffe mich brauchte. Wenn es mal nicht nur Schuhe sind, die verknotet sind, stellt Gott uns eine Knotenlöserin zur Seite. Maria. Bescheiden und auf Augenhöhe begegnet sie uns und bietet an, Fürsprache bei Jesus einzulegen, damit dieser die Knoten löse. Maria kann Mittlerin zwischen den Menschen und ihrem Sohn Jesus sein. Sie führt alle zu ihm, damit sie bei ihm Heil erfahren.

Mich beruhigt das. Denn…manches kann ich nicht alleine lösen. Muss ich auch nicht. Ich darf dann um Hilfe bitten. So wie mein Neffe es getan hat. Warum denn an Knoten alleine die Zähne ausbeißen, wenn es doch mit Hilfe viel leichter und schneller geht.

Ich erinnere mich gern an die Knotenlöserin. Ich erinnere mich gerne an Maria. Maria, du Knotenlöserin.

Jana Maurach