Impuls zum Freitag der 5. Woche im Jahreskreis - 12.02.2021


So kann ich all das, was mir bevorsteht, besser verwalten und koordinieren. Auch wenn in Zeiten von Corona mancher Termin wegfällt, so fühle ich mich dennoch manchmal in einem Hamsterrad, was es noch alles zu tun und zu erledigen gibt. Da noch ein Hausbesuch, da noch ein Telefonat, da noch eine Veranstaltung, die vorbereitet werden muss, da noch eine Videokonferenz. Und hier mag jeder und jede für sich seinen ganz eigenen Tagesplan einfügen.Und vielleicht geht es Ihnen dann am Ende des Tages genauso wie mir, wenn ich mich frage: was hast du heute eigentlich alles getan, was hast du heute nicht geschafft, was du dir eigentlich vorgenommen hattest.  War das alles sinnvoll, was du getan hast? Oder hätte es noch wichtigeres gegeben?

„Meine Zeit steht in deinen Händen“ bekennt der Beter des Psalms 31, 16 und so heißt es auch in einem bekannten neuen geistlichen Lied.
Und es macht mir deutlich, dass ich nicht allein verantwortlich bin für meine Zeit. Da ist noch jemand, der meine Zeit begleitet, der mich in meiner Zeit begleitet. In diesem Bewusstsein habe ich auch eine Verantwortung mir, den anderen und vor allem auch Gott gegenüber, was ich aus meiner Zeit mache und wie ich mit der Zeit umgehe.

Wir stehen kurz vor der Fastenzeit! Eine Zeit, die uns einlädt einmal genauer auf mein Leben zu schauen – auch auf den Umgang mit meiner Zeit.
Gerade diese Fasten-Zeit bietet die Chance, inne zu halten, zu bedenken.

Passend dazu bieten wir in unseren Gemeinden die Exerzitien im Alltag mit der Überschrift: Halt an. Wo läufst du hin?  an.

„Halt an, wo läufst du hin? Der Himmel ist in dir. Suchst du Gott anderswo, du fehlst ihn für und für.“

So heißt das Zitat im Ganzen, das den Exerzitien den Titel gibt. Es geht zurück auf Johannes Scheffler, bekannter als „Angelus Silesius“.  Seine mystischen Aussagen gehören bis heute zum gemeinsamen spirituellen Erbe der katholischen und evangelische Kirche. Mit seinem zeitlos gültigen und aktuellen Gedanken lädt „Angelus Silesius“ auch uns ein, uns in unseren gewohnten Abläufen unterbrechen zu lassen.

Mit täglichen Impulsen sind Interessierte eingeladen, sich über vier Wochen ganz bewusst auf diese Zeit vor Ostern einzulassen. So wird eine fruchtbare, vielleicht heilsame Unterbrechung und Neuorientierung angeboten – um so manches ganz neu zu sehen, neu zu hören, um vielleicht auch anders zu leben, anders zu glauben.

Na? Neugierig geworden?

Dann erhalten Sie genauere Infos erhalten Sie im Pfarrbrief oder melden sich gern bei mir persönlich

Petra Kleene