Impuls zum Karfreitag


Ja, so fühlt sich scheitern an. Allein, bedeutungslos und unendlich lang. Ein Happy End das gibt’s für andere – aber für mich doch nicht. Scheinbar. Doch dann steht in der Bibel geschrieben – er wird dich immer lieben. Er weiß, wies sich anfühlt. Deine Angst, dein Scham, der Verrat an dich – er nimmt es alles auf sich. Für mich. Für dich. Für uns. Und während wir fallen, die Augen geschlossen halten aus Angst, mit dem bloßen Verlangen, endlich zu landen, sagt er uns zu: Mein größter Gewinn bist du. Ich bin für dich ans Kreuz gegangen. Bin für dich gefallen, damit du stehen kannst. Ich bin für deine Sünden gekreuzigt worden. Und während ich das lese frag ich mich leis: Für mich? Wie kann das sein, fühl mich doch meist so klein. Und er? Er ist doch Gottes Sohn. Ist dann nicht seine Kreuzigung und die darauffolgende Auferstehung mein größter Lohn. Ich meine das ist wirklich krass, was Jesus für uns auf sich genommen hat.

Und während ich die Augen geschlossen halte und das Gefühl habe zu scheitern– falte ich die Hände und fang an zu beten. Zu dir, Jesus. Ich darf fallen und scheitern. Aber ich darf mit dem Glauben fallen, dass nach dem Freitag der Sonntag folgt. Auch bei mir. Ja, der Sonntag kommt. Dank dir. Doch heute – heute ist mein Freitag. Heute bin ich gescheitert.

Jana Maurach