Impuls zum Mittwoch der 23. Woche im Jahreskreis - 09.09.2020


... Menschen, die am Rande des Existenzminimums leben werden auch noch ihrer letzten Habe beraubt, haben kein Dach mehr über den Kopf und sind völlig hilf- und mittellos, wissen nicht wie es weitergeht, haben vielleicht ein Familienmitglied verloren.

Wie geht es für diese Menschen weiter???

Eine große Herausforderung, die auf die Politik und auch auf uns zukommt.

Doch schaue ich in die Kommentare in den sozialen Medien, da wird mir teilweise schlecht! Denn ich lese ich da hasserfüllte, feindselige Kommentare gegen diese Menschen.

Dabei müsste unsere Frage heute sein: gibt es für mich eine Möglichkeit zu helfen, diesen Menschen ein Zeichen meines Beistandes zu geben?

Erste Hilfestellung ist sicherlich meine eigene Einstellung: nicht hasserfüllt gegen diese betroffenen Menschen zu hetzen und sie zu beschimpfen, sondern Mitgefühl und Empathie für sie zu zeigen.

Für den einen mag es da aber auch eine spontane Spende sein, für den anderen eine mit-sorgende Haltung im Gebet.

Im heutigen Evangelium hören wir in der Feldrede des Evangelisten Lukas die Seligpreisungen, aber auch die Weherufe:

Weh euch, wenn ihr satt seid…

Weh euch, wenn ihr reich seid…..

Weh euch, wenn ihr jetzt lacht…..

Und ich möchte anfügen, … wenn ihr lacht, wo andere Menschen größtes Leid erfahren.

Nehmen wir uns heute Zeit über unsere eigene Haltung nachzudenken und nehmen wir uns Zeit für ein Gebet: dem Gebet der Vereinten Nationen, um für das Wohl und für ein gutes Miteinander aller Menschen auf diesem Planeten einzustehen – mit Gottes Hilfe:

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall.
An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen,
dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden,
nicht von Hunger und Furcht gequält,
nicht zerrissen in sinnlose Trennungen nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung.
Gibt uns Mut und die Voraussicht,
schon heute mit diesem Werk zu beginnen,
damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz
den Namen Mensch tragen.

Petra Kleene