Impuls zum Mittwoch der 3. Woche im Osterkreis - 21.04.2021


Bild von Paul Henri Degrande auf

TAGESGEBET

Herr, unser Gott, erhöre die Bitten deines Volkes und komm uns zu Hilfe. Du hast uns die Gnade des Glaubens geschenkt, gib uns durch die Auferstehung deines Sohnes auch Anteil am ewigen Leben. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

LESUNG  AUS  DER  APOSTELGESCHICHTE

An jenen Tagen brach eine schwere Verfolgung über die Kirche in Jerusalem herein. Alle wurden in die Gegenden von Judäa und Samarien zerstreut, mit Ausnahme der Apostel. Fromme Männer bestatteten Stephanus und hielten eine große Totenklage für ihn. Saulus aber versuchte, die Kirche zu vernichten; er drang in die Häuser ein, schleppte Männer und Frauen fort und lieferte sie ins Gefängnis ein. Die Gläubigen, die zerstreut worden waren, zogen umher und verkündeten das Wort. Philippus aber kam in die Hauptstadt Samariens hinab und verkündigte dort Christus. Und die Menge achtete einmütig auf die Worte des Philippus; sie hörten zu und sahen die Wunder, die er tat. Denn aus vielen Besessenen fuhren unter lautem Geschrei die unreinen Geister aus; auch viele Lahme und Krüppel wurden geheilt. So herrschte große Freude in jener Stadt.

EVANGELIUM                                                             Joh 6, 35-40

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben. Aber ich habe euch gesagt: Ihr habt gesehen, und doch glaubt ihr nicht. Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen; denn ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
Er ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich keinen von denen, die er mir gegeben hat, zugrunde gehen lasse, sondern dass ich sie auferwecke am Letzten Tag. Denn es ist der Wille meines Vaters, dass alle, die den Sohn sehen und an ihn glauben, das ewige Leben haben und dass ich sie auferwecke am letzten Tag.

ZU  DEN  SCHRIFTLESUNGEN

Der Tod des Stephanus, durch den die Christen empfindlich hätten getroffen  werden sollen, hat für die, die ihn und die darauf folgende Verfolgung inszeniert hatten, eine unerwartete Wirkung. Dadurch, dass sich die Gemeinde in alle Himmelsrichtungen zerstreute, konnte sich der Glaube erst recht ausbreiten. Vor seiner Himmelfahrt hat Jesus davon gesprochen, dass die Apostel ihn in ganz Judäa und Samarien bezeugen werden.
Diese Worte erfüllen sich nun. Die Rolle, die Stephanus in Jerusalem gespielt hat, übernimmt nun dessen Kollege Philippus in Samaria. Dort fällt die Botschaft von Jesus Christus auf fruchtbaren Boden, ja ruft sogar Freude hervor. Ist es die Freude darüber, dass die Worte Jesu unter denen, die sie ernst nehmen, eine heilende Wirkung haben? Wir alle wissen, was ein gutes Wort, ein Zeichen der Anteilnahme, der passende Handgriff zur rechten Zeit bewirken können. Von den beiden Heiligen, deren Gedenktag wir heute auch begehen, wird überliefert, dass sie gerade im Setzen solcher Zeichen bei den Menschen viel Gutes bewirkt haben. Bruder Konrad von Parzham in seinem 40jährigen Dienst an der Pforte des Kapuzinerklosters in Altötting und der Benediktinerabt Amseln von Canterbury, der sowohl als Wissenschaftler als auch als geistlicher Begleiter hochangesehen war, geben uns ein Beispiel dafür.

Fürbitten

Am Gedenktag der beiden Ordensleute Konrad und Amseln bitten wir den auferstandenen Herrn:

  • Für alle Angehörigen des Benediktiner- und des Kapuzinerordens.

Auferstandener Jesus: Erfülle sie mit deinem Leben.

  • Für alle, die an ein Leben in einer geistlichen Gemeinschaft denken.

Auferstandener Jesus: Erfülle sie mit deinem Leben.

  • Für alle, die in wissenschaftlichen oder caritativen Einrichtungen der Klöster tätig sind.

Auferstandener Jesus: Erfülle sie mit deinem Leben.

  • Für alle, die sich an Klöster oder ihre Einrichtungen um Rat und Hilfe wenden.

Auferstandener Jesus: Erfülle sie mit deinem Leben.

Guter Gott, du erfüllst uns und alle, für die wir heute beten, mit deinem neuen Leben. Sei gepriesen in Ewigkeit.

VATER  UNSER

Vater unser im Himmel...

WORT  AUF  DEM WEG

Nehmen wir für heute die Worte Bruder Konrads mit: „Meine Lebensweise besteht in Lieben und Leiden, in Staunen, Anbeten und Bewundern der namenlosen Liebe Gottes zu den Geschöpfen. In dieser Liebe komme ich an kein Ende.“

Christa Gerdzen

(Quelle: Liturgie konkret plus)