Impuls zum Mittwoch der 34. Woche im Jahreskreis


Tagesgebet

Gott, du Quell und Ursprung aller Vaterschaft, du hast dem heiligen Märtyrer Andreas und seinen Gefährten die Kraft gegeben, dem Kreuz deines Sohnes bis zur Hingabe ihres Lebens treu zu sein. Auf ihre Fürsprache lass uns deine Liebe unter den Brüdern und Schwestern verbreiten, damit wir deine Kinder genannt werden und es in Wahrheit sind. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Lesung                                      Daniel 5,1–6.13–14.16–17.23–28;

1 König Belschazzar gab ein großes Gastmahl für seine tausend Großen und vor den Tausend trank er Wein.
2 In seiner Weinlaune nun ließ Belschazzar die goldenen und silbernen Gefäße holen, die sein Vater Nebukadnezzar aus dem Tempel in Jerusalem mitgenommen hatte. Jetzt sollten der König und seine Großen, seine Frauen und Nebenfrauen daraus trinken.
3 Man holte also die goldenen Gefäße, die man aus dem Tempel des Gotteshauses in Jerusalem mitgenommen hatte, und der König und seine Großen, seine Frauen und Nebenfrauen tranken daraus.
4 Sie tranken Wein und lobten die Götter aus Gold und Silber, aus Bronze, Eisen, Holz und Stein.
5 In derselben Stunde erschienen die Finger einer Menschenhand und schrieben gegenüber dem Leuchter auf den Kalk der Wand des königlichen Palastes. Der König sah den Rücken der Hand, die schrieb. 6 Da erbleichte er und seine Gedanken erschreckten ihn. Seine Glieder wurden schwach und ihm schlotterten die Knie.
13 Daniel wurde vor den König gebracht und der König sagte zu ihm: Du also bist Daniel, einer von den Verschleppten aus Juda, die mein Vater, der König, aus Juda hierher gebracht hat.
14 In dir, so habe ich gehört, ist der Geist der Götter und bei dir fand man Erleuchtung und Einsicht und außergewöhnliche Weisheit.
16 Doch du, so habe ich gehört, kannst Deutungen geben und schwierige Fragen lösen. Wenn du nun die Schrift lesen und mir deuten kannst, sollst du in Purpur gekleidet werden, um den Hals eine goldene Kette tragen und als der Dritte in meinem Reich herrschen.
17 Daniel gab dem König zur Antwort: Behalte deine Gaben oder schenk sie einem andern! Aber die Schrift will ich für den König lesen und deuten.
23 Du hast dich gegen den Herrn des Himmels erhoben und dir die Gefäße aus seinem Tempel herbeischaffen lassen. Du und deine Großen, deine Frauen und Nebenfrauen, ihr habt daraus Wein getrunken. Du hast die Götter aus Gold und Silber, aus Bronze, Eisen, Holz und Stein gepriesen, die weder sehen noch hören können und keinen Verstand haben. Aber den Gott, der deinen Lebensatem in seiner Hand hat und dem all deine Wege gehören, den hast du nicht verherrlicht.
24 Darum hat er diese Hand geschickt und diese Schrift geschrieben.
25 Das Geschriebene lautet aber: Mene mene tekel u-parsin.
26 Diese Worte bedeuten: Mene: Gezählt hat Gott die Tage deiner Herrschaft und macht ihr ein Ende.
27 Tekel: Gewogen wurdest du auf der Waage und zu leicht befunden.
28 Peres: Geteilt wird dein Reich und den Medern und Persern gegeben.

Zu den Schriftlesungen

„Gezählt, gewogen, geteilt.“ –Diese Inschrift an der Wand im Palast des Belschazzar verweist auf das Ende des babylonischen Reiches und damit auf die segensreiche Zukunft des auserwählten Volkes Gottes. Aus tiefer Not, aus Verzweiflung, Angst und Ratlosigkeit wächst neuer Lebensmut, neue Hoffnung für das Volk Israel.Not, Verfolgung und Verzweiflung haben von Anfang das Leben der Christen geprägt. Das Wort von der Verfolgung im Evangelium nach Lukas gilt den ersten Christengemeinden, die diese Bedrängnis in aller Härte erleben mussten, die für ihren Glauben auch ihr Leben opferten.Die Mahnungen zur Standhaftigkeit wollen nicht nur von der Lebensgefahr ablenken, sie wollen Hoffnung wecken: Am Ende ist das Leben stärker als der Tod, und wer dem Wort Jesu Christi glaubt, kann auch diese Bedrängnis bestehen.

Fürbitten

Wer dem Wort Jesu Christi glaubt, findet Kraft und Mut in allen Bedrängnissen des Lebens. Darum lasst uns ihn bitten: Christus, höre uns.

  • Das Wort des Evangeliums braucht entschiedene Boten, die es weitergeben: Gib allen deinen Geist, die heute dein Wort verkünden.
  • Die Kirche ist gewachsen auf dem Blut und der Kraft derer, die ihr Leben für den Glauben hingegeben haben: Stärke die christlichen Gemeinden zum glaubwürdigen Zeugnis in unserer Zeit.
  • In vielen Ländern Asiens sind Christen in der Minderheit: Lass die christliche Kirche in Vietnam und allen Ländern Asiens wachsen durch Menschen, die auch heute für Gerechtigkeit und Frieden eintreten.
  • Viele Menschen unserer Zeit sind auf der Suche nach Sinn und Richtung im Leben: Lass sie deine Spuren in den Begegnungen mit ihren Mitmenschen entdecken.
  • Krankheit, Not und Tod zerreißen menschliche Beziehungen: Gib allen, deren Leben zerbrochen ist, Mut und Trost.

Herr, Gott, dein Reich des Friedens hat Bestand, du schenkst uns Hoffnung und Zukunft durch deinen Sohn Jesus Christus. Durch ihn sei dir Lob und Dank und Ehre heute und in Ewigkeit.

Segen

Wir gehen mit dem Glauben an die Liebe Gottes.
Wir gehen mit der Hoffnung auf die Nähe Gottes.
Wir gehen mit der Liebe zu den Menschen, die uns heute begegnen.
Dazu segne uns der gute, gnädige Gott:
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.