Impuls zum Mittwoch der 9. Woche im Jahreskreis - 02.06.2021


Bild von Christel SAGNIEZ auf

Morgen feiern wir ein Fest, bei dem das Brot des Lebens, das heilige Brot, in dem Jesus anwesend ist, noch einmal deutlich in den Mittelpunkt stellt: es ist das Fronleichnamsfest oder das Hochfest des Leibes und Blutes Christi.

Fronleichnam wird alljährlich am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitssonntag, dem Sonntag nach Pfingsten gefeiert. Abhängig von den Osterfeiertagen, fällt er zwischen den 21. Mai und den 24. Juni. Das Fest hat wohl den merkwürdigsten Namen aller kirchlichen Festtage.

Woher kommt der Name? Das Wort stammt aus dem Mittelhochdeutschen. Es setzt sich zusammen aus vron (Herr) und lichnam (Leib) Leib des Herrn, Im Gegensatz zur modernen Bedeutung entspricht Lichnam nicht dem toten, sondern ganz im Gegenteil, dem lebenden Leib. So bedeutet Fronleichnam so viel wie Fest des Leibes Christi (lateinisch: festum corporis Christi, corpus domini). Wie entstand der Feiertag? Die Augustinernonne Juliana von Lüttich sah im Jahr 1209 mehrmals eine Vision: ihr erschien eine Mondscheibe mit einem schwarzen Fleck. Christus soll ihr offenbart haben, dass der Mond das Kirchenjahr symbolisierte und der Fleck ein fehlendes Fest zu Ehren des Altarsakraments. 1246 wurde das Fest im Bistum Lüttich eingeführt. Papst Urban IV erklärte im Jahr 1264 Fronleichnam zum allgemeinen kirchlichen Fest und 1317 wurde das Fest unter Papst Johannes XXII (1316 1334) endgültig weltweit angeordnet. aus www.wasistwas.de

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"Fronleichnam für Kinder erklärt"!

Auch morgen (in Apeldorn bereits heute Abend) feiern wir dieses Fest, feiern Eucharistie, in dem wir besonders den Leib Christi verehren. Wir setzen die geweihte Hostie in die Monstranz (goldenes Zeigegefäß) und zeigen sie den Menschen. Eigentlich wird diese Monstranz dann auch in einer Prozession durch die Gemeinde getragen, damit alle Menschen sehen können: Seht her, das ist Jesus, das lebendige und heilige Brot, in dem er immer bei uns ist.

Leider kann auch in diesem Jahr eine Prozession nicht stattfinden. Aber wir sind herzlich eingeladen, in unseren Gemeinden in der Eucharistiefeier an dieses Geheimnis und an dieses Erbe uns zu erinnern.

In den vergangenen Jahren ist es gute Brauch geworden, Jesus vor allem bei den Erstkommunionfeiern mit dem Text dieses Liedes zu begrüßen:

„Dieses kleine Stück Brot in unseren Händen, gibt Kraft für alle Menschen. Du verwandelst das Brot in Jesu Leib, du verwandelst den Wein in Jesu Blut. Du verwandelst den Tod in Auferstehn – verwandle du auch uns!“

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch allen ein bewegendes Fronleichnamsfest

Petra Kleene